Darum präsentiert sich der Euro stabil

Im Mittagshandel stand die Gemeinschaftswährung Euro leicht unter Druck, der Kurs konnte sich aber weiter über der Marke von 1,10 US-Dollar halten. Zuletzt kostete die gemeinsame Währung der 19 Euroländer 1,1015 Dollar und damit etwas weniger als am Morgen. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs zuletzt am Montagnachmittag auf 1,1031 Dollar festgelegt.

Belastet wurde der Euro am Vormittag durch schwache Konjunkturdaten aus Deutschland. Finanzmarktexperten hatten die aktuelle Lage der deutschen Wirtschaft nochmals deutlich schlechter eingeschätzt. Generell haben sich die Konjunkturerwartungen des Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) nach einer Umfrage unter Finanzprofis weiter eingetrübt.

“Der in den vergangenen Tagen an den Märkten vorherrschende Optimismus – ausgelöst durch positive Meldungen zum Handelskrieg und zum Brexit – findet in der aktuellen ZEW-Umfrage noch keinen Niederschlag”, kommentierte Analyst Christian Lips von der NordLB die Ergebnisse der ZEW-Umfrage. Insbesondere aus der deutschen Industrie waren zuletzt immer wieder schwache Konjunkturdaten gemeldet worden.

Im weiteren Handelsverlauf dürften Anleger zahlreiche Wortmeldungen von hochrangigen Notenbankern im Blick haben. Insbesondere in den USA, wo Ende Oktober die nächste Zinsentscheidung ansteht, wenden sich einige Zentralbanker an die Öffentlichkeit. Eine erneute Zinssenkung der amerikanischen Notenbank gilt an den Finanzmärkten als wahrscheinlich. Sie wird aber nicht als ausgemachte Sache angesehen.

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