Neue EU-Kommission startet angeblich mit Verspätung

BRÜSSEL (Dow Jones)–Ursula von der Leyen kann einem Zeitungsbericht zufolge ihr Amt als EU-Kommissionspräsidentin nicht wie geplant am 1. November antreten. Der Start der neuen Kommission werde sich verzögern, sagten EU-Diplomaten dem Handelsblatt. Die drei vom Europaparlament abgelehnten EU-Kommissarsanwärter könnten nicht rechtzeitig ersetzt werden.

In Brüssel geht man nun davon aus, dass die neue EU-Kommission ihr Amt am 1. Dezember antritt. Bis dahin wird die von Jean-Claude Juncker geführte Kommission weiter arbeiten, womöglich sogar noch länger. Die Dauer der Verzögerung sei derzeit noch unklar, hieß es der Zeitung zufolge in Kommissionskreisen.

Das Europaparlament hatte die Kandidaten Ungarns, Rumäniens und Frankreichs für die EU-Kommission abgelehnt. Bei allen drei Kandidaten gab es Zweifel an ihrer persönlichen Integrität. Noch haben die Regierungen in Paris, Budapest und Bukarest keine neuen Kandidaten für die Kommission vorgeschlagen.

Die Ersatzkandidaten müssen ebenfalls eine Anhörung im Europaparlament durchlaufen und in den jeweiligen Fachausschüssen eine Zweidrittelmehrheit erreichen. Da die Kandidaten noch nicht nominiert sind, wurden bisher noch keine Termine für die Anhörungen angesetzt.

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